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Gedanken zum Heute

Bevor ich mich mit all den Gemeinheiten befassen, die in den folgenden Monaten auf mich warteten, muss ich mich kurz mit dem Heute beschäftigen. Es klingt vollkommen verrückt, aber ich liebe ihn immer noch. Vielleicht noch viel mehr als damals. Weil ich anfange, ihn zu begreifen, was ich damals Dank einer riesigen rosaroten Brille nicht konnte. Er hat mich viel besser verstanden. Seine Zweifel an mir waren berechtigt. Wahrscheinlich hat er in mir gesehen, was ich mir nicht vorstellen konnte. Was ich auch weit von mir gewiesen habe. Dass ich nicht bereit bin, allein einen neuen Weg einzuschlagen. Dass ich auf einen stützenden Partner angewiesen bin. Dass in mir ein unreifes Kind steckt, das allein mit dem großen Abenteuer Leben überfordert ist. Ich musste schon früh Verantwortung übernehmen. Schon meiner Mutter musste ich eine Stütze sein, in ganz jungem Alter Dinge für sie erledigen, die ein Kind nicht erledigen sollte. Meinen kranken Vater und seine Ausbrüche ertragen. Schon damals bin ich geflohen; in eine vermeidbare unglückliche Ehe. Aus der ich erst ausbrechen konnte, als ich einen neuen Partner hatte. Und auch den konnte und wollte ich erst verlassen, als ER in mein Leben trat. Ich bin in Wahrheit ein keines haltloses Pflänzchen und nicht der große Baum, für den ich mich immer hielt. Was ich im Leben suche, ist ein starker Partner, an den ich mich anlehnen kann, der mir den Weg zeigt, der stark für zwei ist und bei dem ich klein sein darf. Alle meine Partner, die ich vor ihm hatte, forderten von mir die starke Frau. Die, die Sache in die Hand nimmt, sich um alles kümmert und ihren Mann steht. Und ich habe diese Erwartungen immer erfüllt, aber darüber meinen Mut für das Leben verloren. Statt stark wurde ich hilflos. Statt selbstbewusst total verschüchtert. In ihm glaubte ich, diesen Partner gefunden zu haben. Den, bei dem ich sein kann, wie ich wirklich bin. Der mir den Halt gibt, den ich so verzweifelt gesucht habe. Nur er hat das in mir gesehen; das, was ich selber vor mir zu verbergen schaffte. Er verstand, dass ich nicht genug Kraft hatte, diesen Weg ohne helfende Hand zu bestreiten. Deswegen zweifelte er an mir. Und brauchte den Beweis, dass er sich irrt. Weil er es nicht leisten konnte, was ich mir von ihm erhoffte ? Ich frage mich oft, ob wir eine Chance gehabt hätten ohne unsere Partner. Ich frage mich oft, was wäre, wenn wir uns durch einen Zufall wiedersehen würden. Ich frage mich oft, ob ich es heute schaffen würde, mich für eine Liebe, seine Liebe, von allem zu lösen. Und ich frage mich oft, ob ich nicht allen Mut zusammen nehmen muss, und dieses Leben, das mich nicht glücklich macht, zu beenden und allein einen neuen Weg zu suchen....................

6.4.14 16:00

Letzte Einträge: Unser letzter, unser schönster Tag, Die nächsten Tage, Einsam; alle Beide irgendwie, Aus Verzweiflung wird Wut, Nicht enden wollender Dauerterror

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