Letztes Feedback

Meta





 

Die nächsten Tage

Der nächste Morgen. Noch ahnte ich kein bisschen, dass sich über Nacht mein Leben verändert hatte. Ich hatte den Termin beim Amt, um alles für die neue Wohnung in die Wege zu leiten. Kurzer Chat mit ihm; wie immer morgens. Diesmal war er so reserviert. Mehr als ein guten Morgen und er meldet sich gab es nicht. Was mich zwar erstaunte, ich aber kaum weiter beachtete, weil ich in Gedanken schon beim Amt war. Glücklich und zufrieden kehrte ich mit den nötigen Unterlagen zurück. In zwei Tagen hatte ich den Termin wegen dem Mietvertrag und dann sollte endlich mein neues Leben beginnen Freudig rief ich ihn an, erreichte ihn aber nicht. Auch im Chat keine Antwort. Ich war traurig. Dachte ich doch, dass auch er auf diese Unterlagen wartetet, sich für mich, für uns freuen würde Aber er blieb stumm, den ganzen Tag. Auch der nächste Tag brachte keine Erhellung. Mehr wie den Hinweis, dass er doch gesagt hatte, dass er sich melden würde, gab es nicht. Und es fing an, an mir zu nagen. Ich fühlte mich allein gelassen. Ich dachte, dass wir unsere Zukunft gemeinsam in die Hand nehmen würden. Heute, mit 2 Jahren Abstand, ahne ich, was passiert war. Er erwartete den Beweis von mir, dass ich es wirklich Ernst meine. Durch die Unterschrift unter dem Mietvertrag. Den Beweis konnte ich ohne ihn nicht erbringen. Und ich war zu feige, es durch zu ziehen ohne seine Unterstützung. Ich konnte nicht auf eigenen Beinen stehen. Ich brauchte jemanden an meiner Seite. Und da er mich in dieser für uns so wichtigen Situation allein ließ, hatte ich wohl Sorge, dass ich irgendwann tatsächlich ganz allein da stehen würde. Klar denken konnte ich an diesem Tag jedenfalls nicht. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich saß einfach nur da und heulte; stundenlang. Ich fühlte mich so allein und verlassen, dass es körperlich weh tat. Ich brach komplett zusammen. Bis ich mich auf einer Station der Psychatrie wiederfand. Die durfte ich zwar noch am gleichen Tag wieder verlassen, aber ich wurde krank; richtig krank. Über Wochen. Ruhig gestellt mit Medikamenten, an meiner Seite man Mann, der auf mich achtete, wie er es noch nie getan hatte. Ein verlässlicher Fels in meiner Brandung. Ich war ihm dankbar. Allein hätte ich diese Zeit nicht überstanden. Und ER ? Er fühlte sich von mir erpresst und war wütend, dass mein Mann wieder an meiner Seite war. In welcher Verfassung ich zu diesem Zeitpunkt wirklich war, erahnte er vermutlich nicht. Und auch nicht, dass ich ihn viel lieber an meiner Seite gehabt hätte. Er fühlte sich bestätigt darin, dass er mir nicht vertraut hatte. Das Verrückte war, dass man zwischen den Zeilen, die er mir schrieb, seine Trauer erahnen konnte. Er liebte mich noch immer und ich ihn auch. Zueinander finden konnten wir nicht mehr. Zu was er in seiner Enttäuschung alles in der Lage war, sollte ich in den nächsten Wochen und Monaten deutlich zu spüren bekommen. Er wollte mich zerstören. Und dazu war ihm jedes Mittel recht

6.4.14 13:07

Letzte Einträge: Unser letzter, unser schönster Tag, Gedanken zum Heute, Einsam; alle Beide irgendwie, Aus Verzweiflung wird Wut, Nicht enden wollender Dauerterror

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen