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Unser letzter, unser schönster Tag

Pünktlich stand er vor der Tür, um mich und mein Kind abzuholen. Dann ging die Fahrt zu seinen Kindern. Mulmig war uns wohl beiden. Die Kinder wussten nichts davon, dass ich mit kam und er musste das ja irgendwie erklären. Und ich fragte mich, ob sie nach den schlechten Erfahrungen mit seiner Ex überhaupt bereit waren, eine neue Frau in seinem Leben zu akzeptieren. So blieb ich denn erstmal im Auto. Erklärungen von ihm gab es aber zunächst nicht. ich war einfach da und keiner wusste mit ir etwas anzufangen. Zum Glück verstanden sich die drei auf Anhieb und so taute schnell das Eis. Fragen nach der Ex gab es irgendwann auch. ich hielt mich zurück. Das war ein Ding zwischen ihm und seinen Kindern. Die Erklärung war kurz und knapp : die Ex gab es in seinem Leben nicht mehr und würde auch nie wieder auftauchen......was die Kinder Wochen später über diese Aussage ihres Vaters dachten, werde ich wohl nie erfahren. Sein Sohn verhielt sich reichlich reserviert. Was aber nicht an mir, sondern seinem Naturell lag. Die Tochter war sehr herzlich und aufgeschlossen. Sie fasste sehr schnell Vertrauen zu mir, kuschelte mit mir und wollte kaum mehr von meiner Seite weichen Mir ging das Herz weit auf, als sie mir sagte, dass sie mich sehr gern hätte Wir lachten und tobten im Wasser und hatten jede Menge Spaß miteinander. Es war ein so unglaublich unbeschwerter Tag. Ich fühlte mich so wohl mit ihn und im Kreis der Kinder und freute mich auf kommende Tage dieser Art. Als wir die Kinder nach Hause brachten, konnte die Kleine gar nicht aufhören, ihrem Vater zu berichten, wie lieb ich wäre. Alles war richtig gut gelaufen und ich spürte, dass wir in eine entspannte Zukunft gehen konnten. Der Abend war dann, unerwartet und unerklärlich, der Anfang vom Ende. Ich schwärmte von dem Tag, von seinen Kindern und versicherte ihm, wie gern ich sie hätte und mich auf die Zukunft mit ihnen als Teil davon freute. Und plötzlich kippte seine Stimmung. Seine Zweifel waren wieder da Diesmal hielt er mir vor, dass er genau das alles auch einmal von seine Ex gehört hätte und dann doch alles ganz ganz anders kam und er das auf keinen Fall nochmal erleben wollte und auch seinen Kindern nicht zumuten wollte. Ich war verzweifelt ! Warum konnte er mir nicht glauben ? ich wehrte mich, warf ihm vor, dass er an Allem zweifelte und ich mir schlecht vor kam, weil er mir einfach nicht vertrauen konnte. Wir hatten einen handfesten Streit; unser erster. So wollte ich den Abend aber nicht beenden. Ich argumentierte, so gut ich konnte und beruhigte ihn. Am Ende versöhnten wir uns wieder. Mit den Worten : Ich liebe Dich über alles; bitte enttäusche mich nicht, verabschiedete er sich. Was in dieser Nacht mit ihm passiert ist, weiß ich bis heute nicht. Ob seine Zweifel ihn zerfressen haben oder sie ihren Anteil daran hatte, kann ich nicht beurteilen, weil wir danach nie wieder ein halbwegs vernünftiges Wort miteinander gewechselt haben. Am nächsten Morgen war er wie umgewandelt und sehr sehr seltsam.

6.4.14 12:44

Letzte Einträge: Die nächsten Tage, Gedanken zum Heute, Einsam; alle Beide irgendwie, Aus Verzweiflung wird Wut, Nicht enden wollender Dauerterror

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